DIN 68800-2, Ausgabe 2012-02

Holzschutz - Teil 2: Vorbeugende bauliche Maßnahmen im Hochbau

Inhaltsverzeichnis DIN 68800-2:

  Änderungen gegenüber DIN 68800-2:1996-05 
1  Anwendungsbereich 
2  Normative Verweisungen 
3  Begriffe 
4  Allgemeines 
5  Grundsätzliche bauliche Maßnahmen 
5.1  Feuchte während Transport, Lagerung, Montage und Einbau 
5.2  Feuchte im Gebrauchszustand 
6  Besondere bauliche Maßnahmen 
7  Konstruktionsprinzipien für Außenbauteile, bei denen die Bedingungen der Gebrauchsklasse GK 0 erfüllt sind 
7.1  Allgemeines 
7.2  Außenwände 
7.3  Leichte, Raum abschließende Konstruktionen mit außenseitigem Wetterschutz 
7.4  Geneigte, im Gefach nicht belüftete Dächer 
7.5  Flach geneigte oder geneigte, voll gedämmte, nicht belüftete Dachkonstruktionen mit Metalleindeckung oder Abdichtung auf Schalung oder Beplankung 
7.6  Geneigte Dächer mit Aufsparrendämmung und sichtbaren Sparren 
7.7  Flachdächer mit Wärmedämmung oberhalb der Schalung oder Beplankung 
7.8  Dachkonstruktionen in nicht ausgebauten Dachräumen 
7.9  Deckenkonstruktion über Außenluft 
7.10  Hallenkonstruktionen 
8  Konstruktionsprinzipien für Innenbauteile, bei denen die Bedingungen der Gebrauchsklasse GK 0 erfüllt sind 
8.1  Allgemeines 
8.2  Decken unter nicht ausgebauten Dachräumen 
8.3  Innenwände und Geschossdecken zwischen Räumen mit gleichen Klimabedingungen 
8.4  Decken über Kellerräumen 
9  Weitere Holzbauteile bei denen die Bedingungen der Gebrauchsklasse GK 0 erfüllt sind 
10  Holzwerkstoffe 
Anhang A (normativ)  Beispiele für Konstruktionen, bei den die Bedingungen der Gebrauchsklasse GK 0 erfüllt sind 
Bild A.1  Außenwand, belüftet oder hinterlüftet, ohne Installationsebene 
Bild A.2  Außenwand, belüftet oder hinterlüftet, mit Installationsebene 
Bild A.3  Außenwand, nicht belüftet 
Bild A.4  Außenwand in Massivholzbauart, nicht belüftet 
Bild A.5  Außenwand in Holztafelbauart, auf äußerer Beplankung Wärmedämm-Verbundsystem mit Hartschaumplatten, Mineralfaserplatten oder Holzfaserdämmplatten 
Bild A.6  Außenwand in Holztafelbauart, mit Wärmedämm-Verbundsystem mit Holzfaserdämmplatten, ohne äußere Beplankung 
Bild A.7  Außenwand in Holzmassivbauart, Wärmedämm-Verbundsystem mit Hartschaumplatten, Mineralfaserplatten oder Holzfaserdämmplatten auf dem Massivholzprodukt 
Bild A.8  Außenwand in Holztafelbauart, dauerhaft wirksamer Wetterschutz: Mauerwerk-Vorsatzschale nach DIN 1053-1:1996-11, Außenbeplankung mit mineralischem Faserdämmstoff oder Holzfaserdämmstoff und Wasser ableitender Schicht 
Bild A.9  Außenwand in Holztafelbauart, dauerhaft wirksamer Wetterschutz: Mauerwerk-Vorsatzschale nach DIN 1053-1:1996-11, Außenbeplankung der Wand mit Hartschaumplatten 
Bild A.10  Außenwand-Fußpunkt mit Schwelle außerhalb Spritzwasserbereich mit Wärmedämmverbundsystem 
Bild A.11  Außenwand-Fußpunkt mit Schwelle außerhalb Spritzwasserbereich mit vorgehängter belüfteter oder hinterlüfteter Fassade 
Bild A.12  Außenwand-Fußpunkt mit Schwelle im Spritzwasserbereich mit Kiesbett an der Außenwand 
Bild A.13  Außenwand-Fußpunkt mit Schwelle im Spritzwasserbereich mit festem Belag und Gefälle an der Außenwand 
Bild A.14  Außenwand-Fußpunkt ebenerdiger Terrassenaustritt 
Bild A.15  Geneigtes Dach 
Bild A.16  Geneigtes Dach, Schalung mit Dacheindeckung aus Metall oder Schiefer 
Bild A.17  Flach geneigtes und geneigtes Dach, Schalung mit Gründach 
Bild A.18  Flachdach mit raumseitiger Bekleidung 
Bild A.19  Flachdach ohne raumseitige Bekleidung 
Bild A.20  Voll gedämmtes, nicht belüftetes Flachdach auf Schalung oder Beplankung, dauerhaft ohne Verschattung 
Bild A.21  Decke unter nicht ausgebauten Dachräumen, im Gefach nicht belüftet 
Bild A.22  Decke unter nicht ausgebauten Dachräumen mit Aufdämmung 
Bild A.23  Kleinflächige (max. 10 m²) Balkone/Terassen über Wohnraum in Holztafelbauart aus werkseitig vorgefertigten Elementen (siehe 5.2.4 und 6.1) 

Erläuterungen:

In dieser Norm sind vorbeugende bauliche Maßnahmen zur Sicherung der Dauerhaftigkeit von Bauteilen aus Holz oder Holzwerkstoffen festgelegt. Sie gilt in Verbindung mit DIN 68800-1 für die Errichtung von Neubauten sowie für die Modernisierung, Renovierung oder Instandsetzung von Bauwerken. Die Norm gilt für tragende Bauteile aus Holz und Holzwerkstoffen. Für nicht tragende Bauteile wird die Anwendung dieser Norm empfohlen. Bauliche Maßnahmen im Sinne dieser Norm sind eine wesentliche Voraussetzung für die dauerhafte Funktionstüchtigkeit einer Konstruktion. Diese baulichen Maßnahmen können bei bestimmten äußeren Bedingungen allein ohne weitere Maßnahmen die Dauerhaftigkeit von Holz- und Holzwerkstoffbauteilen sicherstellen oder zum Erreichen einer niedrigeren Gebrauchsklasse führen.

Durch die baulichen Maßnahmen nach dieser Norm wird auch eine unzuträgliche Feuchteänderung des Holzes und der Holzwerkstoffe vermieden und somit die Verformungen infolge des Quellens und Schwindens in vertretbarem Maße gehalten und bezüglich dieser Verformungen die Brauchbarkeit der Konstruktion sichergestellt. Es wird unterschieden zwischen grundsätzlichen baulichen Maßnahmen und besonderen baulichen Maßnahmen. Grundsätzliche bauliche Maßnahmen sind in jedem Fall anzuwenden, auch dann, wenn sich dadurch die Zuordnung zu einer Gebrauchsklasse nach DIN 68800-1 nicht ändert. Durch die Anwendung von besonderen baulichen Maßnahmen können Bauteile der Gebrauchsklasse GK 0 zugeordnet werden, sofern die grundsätzlichen baulichen Maßnahmen alleine nicht die Zuordnung zur Gebrauchsklasse GK 0 erlauben.

Verwandte Normen zu DIN 68800-2 sind

Holzschutz - Teil 1: Allgemeines
[2011-10]
Holzschutz - Teil 3: Vorbeugender Schutz von Holz mit Holzschutzmitteln
[2012-02]
Holzschutz - Teil 4: Bekämpfungs- und Sanierungsmaßnahmen gegen Holz zerstörende Pilze und Insekten
[2012-02]

Stichworte in Zusammenhang mit DIN 68800-2

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