DIN 18195 Beiblatt 1, Ausgabe 2011-03

Bauwerksabdichtungen - Beiblatt 1: Beispiele für die Anordnung der Abdichtung

Inhaltsverzeichnis DIN 18195 Beiblatt 1:

Bild 1 Boden-Wand-Anschluss, Bodenfeuchte; unterkellertes Gebäude; Absatz UK Bodenplatte
Bild 2 Boden-Wand-Anschluss, Bodenfeuchte; unterkellertes Gebäude; Absatz OK Bodenplatte
Bild 3 Boden-Wand-Anschluss, Bodenfeuchte; unterkellertes Gebäude; kein Absatz
Bild 4 Boden-Wand-Anschluss, Bodenfeuchte (mit Dränung, abgeschrägter Absatz)
Bild 5 Sockel; WDVS Außendämmung, unterkellert
Bild 6 Sockel; monolithisches Mauerwerk, unterkellert, Außenwandabdichtung mit KMB
Bild 7 Sockel; hinterlüftete Verblendschale, unterkellert, Entwässerung über OK Gelände
Bild 8 Sockel; Gebäude nicht unterkellert, kerngedämmte Verblendschale; Entwässerung unter OK Gelände
Bild 9 Sockel-Türanschluss
Bild 10 Sockel-Türanschluss, niveaugleich
Bild 11 Boden-Wand-Anschluss; zeitweise stauendes Sickerwasser
Bild 12 Boden-Wand-Anschluss; drückendes Wasser
Bild 13 Abschluss (vor Wasser geschützt liegend) an aufgehendes Bauteil; nichtdrückendes Wasser; hohe Beanspruchung (Dachterrasse)
Bild 14 Abschluss (wasserbeansprucht) an aufgehendes Bauteil; nichtdrückendes Wasser; hohe Beanspruchung (Dachterrasse)
Bild 15 Abschluss an aufgehendes Bauteil (Brüstung); nichtdrückendes Wasser; hohe Beanspruchung (intensive Begrünung mit Drän-Anstau-Platten)
Bild 16 Abschluss an Dachrand; nichtdrückendes Wasser; hohe Beanspruchung (intensive Begrünung) mit Anstaubewässerung
Bild 17 Abschluss an Türschwelle; barrierefrei, nichtdrückendes Wasser; hohe Beanspruchung (Parkdeck, Bahnenabdichtung mit Gussasphalt)
Bild 18 Wandabschluss; nichtdrückendes Wasser; mäßige Beanspruchung (Balkon)
Bild 19 Wandabschluss und Ablauf; nichtdrückendes Wasser; mäßige Beanspruchung (Nassraum im Wohnungsbau)
Bild 20 Wandabschluss; nichtdrückendes Wasser; hohe Beanspruchung (Nassraum z. B. Hotelküche)
Bild 21 Bewegungsfuge Typ I, Beispiel: Erdberührte Wand, zeitweise aufstauendes Sickerwasser, Bewegung höchstens 5 mm
Bild 22 Bewegungsfuge Typ I, Beispiel: einfache Intensivbegrünung, UK-Dämmung, lose liegende Kunststoffabdichtung, Bewegung höchstens 20 mm
Bild 23 Bewegungsfuge Typ II, Beispiel: ungedämmtes Parkdach, Bahnenabdichtung mit Gussasphalt, Bewegung dynamisch oder > 20 mm
Bild 24 Bewegungsfuge Typ II, Beispiel: ungedämmtes Parkdach, Fuge neben Fassade verlaufend mit Hilfskonstruktion, z. B. häufig wiederholte Bewegung
Bild 25 Bewegungsfuge Typ I, Beispiel: Bodenplatte, drückendes Wasser, Fugenbewegung ≤ 10 mm ausschließlich parallel zur Abdichtungsebene ohne Scherung und Setzung
Bild 26 Bewegungsfuge Typ I, Beispiel: Sohle und Decke, drückendes Wasser, Fugenbewegung ≤ 20 mm parallel zur Abdichtungsebene (ohne Scherung oder Setzung)
Bild 27 Bewegungsfuge Typ I, Beispiel: Erdberührte Außenwand, zeitweise aufstauendes Sickerwasser mit Kunststoffdichtungsbahn und Fugendband
Bild 28 Bewegungsfuge Typ II, Beispiel: Erdberührte Außenwand, drückendes Wasser, mit Los-Festflansch-Konstruktion in Doppelausführung
Bild 29 Boden-Wand-Übergang, stauendes Sickerwasser, als adhäsive Verbindung bei Abdichtungen aus KMB
Bild 30 Boden-Wand-Übergang, stauendes Sickerwasser, mit Einbauteil bei bahnenförmigen Abdichtungen
Bild 31 Schwimmbecken, Beckenkopf mit Abdichtung aus flüssig zu verarbeitenden Abdichtungsstoffen im Verbund mit Fliesenbelägen (AIV)

Erläuterungen:

Eine der wichtigsten Aufgaben bei der Konzeption eines Bauvorhabens ist die fachgerechte Planung des Schutzes des Bauwerkes gegen Feuchtigkeit. Das Bauwerk ist so zu planen und auszuführen, dass Hygiene, Gesundheit und Umwelt von Bewohnern und Benutzern und die Dauerhaftigkeit des Gebäudes selbst nicht durch Feuchtigkeit gefährdet werden. Für eine abdichtungstechnisch richtige Planung ist die Normenreihe DIN 18195 das seit Jahren bewährte und umfassende technische Regelwerk für den Fachbereich "Bauwerksabdichtungen". Bauwerke sind jedoch in ihrer überwiegenden Anzahl Unikate. Die Reihe DIN 18195 kann als allgemeines technisches Regelwerk aber keine projektspezifischen Details für die Anordnung einer Abdichtung im Bauwerk geben. Aus diesem Grund verbietet es sich auch, zeichnerische Darstellungen in den normativen Text aufzunehmen. Andererseits ist die Zeichnung eine der wichtigsten Ausdrucksformen des Technikers. Deshalb hat der Arbeitsausschuss "Bauwerksabdichtungen" im DIN auf vielfachen Wunsch dieses Beiblatt erarbeitet. Es gibt anhand von Prinzipskizzen Hilfen für die Anwendung der Reihe DIN 18195 bei der Frage der Anordnung einer Abdichtung im Bauwerk.
Dieses Beiblatt enthält zeichnerische Beispiele für die Anordnung einer Abdichtung im Bauwerk. Gezeigt wird für die verschiedenen Lastfälle nur die prinzipielle Lage der Abdichtung. Auf alle konstruktiven Hinweise und Details wurde in den Skizzen bewusst verzichtet. Die an die Abdichtung angrenzenden Bauteile sind deshalb auch nicht durch Symbole gekennzeichnet. Die darstellten Abdichtungen sind nicht immer mit allen genormten Abdichtungsstoffen ausführbar. Die Eignung ist im Einzelfall zu prüfen. Dieses Beiblatt dient der Information. Es enthält keine normativen Festlegungen.

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