1. Norm
  2. DIN 32984
DIN 32984, Ausgabe 2011-10
Norm

DIN 32984 | 2011-10

Bodenindikatoren im öffentlichen Raum

einschl. Berichtigung 1:2012-10
Diese Norm legt Anforderungen an Bodenindikatoren und sonstige Leitelemente fest, um damit die Sicherheit und Mobilität blinder und sehbehinderter Menschen im öffentlichen Raum zu verbessern. In der Norm werden Form und Maße der Profile und der erforderliche Leuchtdichtekontrast der Bodenindikatoren festgelegt. Es werden Aussagen zu den Anforderungen an die taktile und visuelle Erkennbarkeit getroffen.
Die Norm bestimmt die Anordnung von Bodenindikatoren und beschreibt die Nutzbarkeit sonstiger Leitelemente für blinde und sehbehinderte Menschen, z. B. in öffentlich zugänglichen Einrichtungen, Gebäuden, Verkehrsanlagen sowie Straßenräumen, und zwar in den Bereichen, die für die Nutzung durch die Öffentlichkeit zugänglich sind. Bodenindikatoren werden dort eingebaut, wo keine andere Markierung von Gehbahnen und Gehflächen durch sonstige taktil und visuell klar erkennbare Leitelemente oder Leitlinien gegeben ist.
Für Planung und Bau werden in dieser Norm typische Grundsituationen mit Standardlösungen aufgezeigt, durch deren Einhaltung die erforderliche Einheitlichkeit geschaffen werden soll, die für eine sichere Orientierung erforderlich ist. Die Norm gilt für Neubauten. Sie sollte sinngemäß für die Planung von Umbauten oder Modernisierungen angewendet werden.

Inhaltsverzeichnis DIN 32984:

Seite
1 Anwendungsbereich 6
2 Normative Verweisungen 6
3 Begriffe 7
4 Anforderungen an Bodenindikatoren und angrenzenden Bodenbelag 9
4.1 Allgemeines 9
4.2 Oberflächenstruktur der Bodenindikatoren 10
4.3 Erkennbarkeit 13
4.4 Werkstoffe 15
4.5 Verlegung von Bodenindikatoren 15
4.6 Begleitstreifen 16
5 Bodenindikatoren und Leitelemente im Verkehrsraum 18
5.1 Allgemeines 18
5.2 Orientierung in Fußgängerbereichen und Mischverkehrsflächen 19
5.2.1 Leitstreifen 19
5.2.2 Auffindestreifen mit Rippenstruktur für allgemeine Ziele 19
5.2.3 Komplexe Leitsysteme 20
5.3 Anzeige von Querungsstellen 25
5.3.1 Allgemeines 25
5.3.2 Fußgängerfurt und Fußgängerüberweg mit 3 cm Bordhöhe 25
5.3.3 Querungsstelle mit differenzierter Bordhöhe 28
5.3.4 Querungsstelle nicht rechtwinklig zum Bord 29
5.3.5 Mittelinseln 31
5.3.6 Ungesicherte Querungsstellen 31
5.3.7 Querung von Radwegen 32
5.3.8 Gehwegüberfahrten 34
5.3.9 Querung von Bahnanlagen 35
5.4 Bus- und Straßenbahnhaltestellen 39
5.5 Bahn-, Straßenbahn- und Bussteige 44
5.6 Komplexe Personenverkehrsanlagen 47
5.7 Niveauwechsel 49
5.8 Anzeige von Hindernissen und Gefährdungen 54
5.9 Sonstige Leitelemente 55
6 Orientierung in Gebäuden 59
6.1 Allgemeines 59
6.2 Besonderheiten für taktile Markierungen in Gebäuden 59
6.3 Ausstattungsgrad in Abhängigkeit von der Nutzung 61

Die wesentlichen Abschnitte der DIN 32984 im Originaltext:

1 Anwendungsbereich DIN 32984

Seite 6, Abschnitt 1
Diese Norm legt Anforderungen für Bodenindikatoren und sonstige Leitelemente fest, um damit die Sicherheit und Mobilität blinder und sehbehinderter Menschen im öffentlichen Raum zu verbessern. In der Norm werden Form und Maße der Profile und der erfo ...

3 Begriffe DIN 32984

Seite 7 ff., Abschnitt 3
Für die Anwendung dieses Dokuments gelten die folgenden Begriffe. 3.1 Bodenindikator Bodenelement zur Information, Orientierung, Leitung und Warnung für blinde und sehbehinderte Menschen mit einem hohen taktilen, visuellen und gegebenenfalls akustisc ...

4.1 Allgemeines - Bodenindikatoren und angrenzender Belag

Seite 9 f., Abschnitt 4.1
Bewegungsflächen müssen bei jeder Witterung gefahrlos und erschütterungsarm begehbar und befahrbar sein. Von Bodenindikatoren darf keine Rutsch- und/oder Stolpergefahr ausgehen. Die Strukturen der Bodenindikatoren müssen durch taktilen und visuellen ...

4.2 Oberflächenstruktur - Bodenindikatoren und angrenzender Belag

Seite 10 ff., Abschnitt 4.2
4.2.1 Allgemeines. Für Bodenindikatoren mit Einsatz im Außenbereich erfolgt der Anschluss an den Umgebungsbelag bündig zur Basis, um eine optimale Erkennbarkeit sicherzustellen. Im Innenbereich bzw. in Gebäuden mit glattem Bodenbelag ist der Einsatz ...

4.3 Erkennbarkeit - Bodenindikatoren und angrenzender Belag

Seite 13 ff., Abschnitt 4.3
4.3.1 Allgemeines. Voraussetzung für die Wirksamkeit einer Bodeninformation ist der hohe taktile, visuelle und möglichst auch akustische Kontrast zum angrenzenden Bodenbelag. 4.3.2 Taktile Erkennbarkeit. Bodenindikatoren müssen im Verhältnis zum angr ...

4.4 Werkstoffe - Bodenindikatoren und angrenzender Belag

Seite 15, Abschnitt 4.4
Bodenindikatoren müssen aus geeigneten Werkstoffen bestehen und gleichwertige Gebrauchseigenschaften wie die angrenzenden Bodenbeläge haben. Der jeweilige W ...

4.5 Verlegung - Bodenindikatoren und angrenzender Belag

Seite 15, Abschnitt 4.5
Aneinandergereihte Bodenindikatoren mit gleichem Profil sind so zu ver ...

4.6 Begleitstreifen - Bodenindikatoren und angrenzender Belag

Seite 16 f., Abschnitt 4.6
In einem rauen, fugenreichem oder kontrastarmen Umgebungsbelag werden Bodenindikatoren von blinden und sehbehinderten Menschen nicht wahrgenommen. Wenn der taktile und/oder visuelle Kontrast nicht ausreichend ist (siehe 4.3), müssen Begleitstreifen o ...

5.1 Allgemeines - Bodenindikatoren und Leitelemente im Verkehrsraum

Seite 18 f., Abschnitt 5.1
Damit blinde und sehbehinderte Menschen sich im öffentlichen Raum selbstständig bewegen können, benötigen sie eindeutige Orientierungspunkte und Leitelemente. Bodenindikatoren dienen dabei der Leitung, Orientierung, Information und Warnung. Entsprech ...

5.2.1 Leitstreifen - Bodenindikatoren und Leitelemente im Verkehrsraum

Seite 19, Abschnitt 5.2.1
Leitstreifen haben eine Mindestbreite von 30 cm. Sie können auf Gehflächen als Orientierungshilfe in komplexen Verkehrssituationen, wie z. B. auf großen Plätzen und zur Verbindung von Verkehrsanlagen eingesetzt werden. Leitstreifen sollten dabei eine ...

5.2.2 Auffindestreifen mit Rippenstruktur für allgemeine Ziele - Bodenindikatoren und Leitelemente im Verkehrsraum

Seite 19 f., Abschnitt 5.2.2
Auffindestreifen mit Rippenstruktur in Hauptgehrichtung werden über die gesamte Breite der Gehbahn bzw. des Gehweges verlegt und sind mindestens 60 cm, vorzugsweise 90 cm tief (Bild 5). Sie weisen auf wichtige Ziele hin z. B. auf: seitlich gelegene ...

5.2.3 Komplexe Leitsysteme - Bodenindikatoren und Leitelemente im Verkehrsraum

Seite 20 ff., Abschnitt 5.2.3
5.2.3.1 Allgemeines. In Fußgängerbereichen mit unzureichenden natürlichen Orientierungsmerkmalen können komplexe Leitsysteme erforderlich sein. Leitstreifen übernehmen dann die Führung zu verschiedenen Zielen, die durch die entsprechenden Felder anzu ...

5.3.1 Allgemeines zu Querungsstellen - Bodenindikatoren und Leitelemente im Verkehrsraum

Seite 25, Abschnitt 5.3.1
Anzuzeigende Querungsstellen im Sinne dieser Norm sind: Fußgängerfurten und Fußgängerüberwege (mit 3 cm Bordhöhe); getrennte Querungsstellen (mit differenzierter Bordhöhe); Querung an aufgepflasterten Straßeneinmündungen und -überfahrten; für die We ...

5.3.2 Fußgängerfurt und Fußgängerüberweg mit 3 cm Bordhöhe - Bodenindikatoren und Leitelemente im Verkehrsraum

Seite 25 ff., Abschnitt 5.3.2
Bei Fußgängerfurten und Fußgängerüberwegen mit einheitlicher Bordhöhe beträgt diese nach DIN 18024-1 3 cm, damit blinde und sehbehinderte Menschen und Blindenführhunde sich daran orientieren und Rollstuhl- und Rollatornutzer den Bordstein queren könn ...

5.3.3 Querungsstelle mit differenzierter Bordhöhe - Bodenindikatoren und Leitelemente im Verkehrsraum

Seite 28 f., Abschnitt 5.3.3
Querungsstellen mit differenzierter Bordhöhe weisen separate Bereiche auf für Menschen, die auf Rollstuhl und Rollator angewiesen sind einerseits und für blinde und sehbehinderte Menschen andererseits (Bilder 14 und 15). Der Querungsbereich für blind ...

5.3.4 Querungsstelle nicht rechtwinklig zum Bord - Bodenindikatoren und Leitelemente im Verkehrsraum

Seite 29 f., Abschnitt 5.3.4
Für Richtungsfelder an anzuzeigenden Querungen, bei denen die Querungsrichtung nicht rechtwinklig zum Bord verläuft (Bilder 18 und 19), gelten folgende Anforderungen: Richtungsfelder sind an der schmalsten Stelle mindestens 60 cm tief ...

5.3.5 Mittelinseln - Bodenindikatoren und Leitelemente im Verkehrsraum

Seite 31, Abschnitt 5.3.5
Auf Mittelinseln wird die Querung mit gleicher Struktur angezeigt wie auf dem Gehweg (Bild 18). Auf schmale ...

5.3.6 Ungesicherte Querungsstellen - Bodenindikatoren und Leitelemente im Verkehrsraum

Seite 31 f., Abschnitt 5.3.6
Können ungesicherte Querungsstellen an stärker befahrenen Straßen zur Herstellung notwendiger Wegeverbindungen oder bei in der Straßenmitte liegenden Zielen (z. B. zu Straßenbahninseln, Busbahnsteigen, in der Mitte einer Straße liegende U-Bahnzugänge ...

5.3.7 Querung von Radwegen - Bodenindikatoren und Leitelemente im Verkehrsraum

Seite 32 f., Abschnitt 5.3.7
Wenn Radwege vor Querungsstellen auf die Fahrbahn geführt werden, ist keine zusätzliche Anzeige der Radwege erforderlich. Sind auf Gehwegniveau geführte Radwege zu queren, so wird der ...

5.3.8 Gehwegüberfahrten - Bodenindikatoren und Leitelemente im Verkehrsraum

Seite 34, Abschnitt 5.3.8
Bei stark frequentierten Gehwegüberfahrten an Straßeneinmündungen und Ein– und Ausfahrten zu Parkhäusern und Parkplätzen, die nicht durch einen mindestens 3 cm hohen Bordstein ...

5.3.9 Querung von Bahnanlagen - Bodenindikatoren und Leitelemente im Verkehrsraum

Seite 35 ff., Abschnitt 5.3.9
Die Querungen von Bahnanlagen (nach EBO und BOStrab) sind gleichbedeutend mit Bahnübergängen. Die Querung von Bahnanlagen, auch außerhalb von Fahrbahnquerungen, ist wie die von Fahrbahnen mit Auffindestreifen/Aufmerksamkeitsfeld und Richtungsfeld aus ...

5.4 Bus- und Straßenbahnhaltestellen - Bodenindikatoren und Leitelemente im Verkehrsraum

Seite 39 ff., Abschnitt 5.4
5.4.1 Haltestellen am Bordstein. Bei Bus- und Straßenbahnhaltestellen am Gehweg weist ein Auffindestreifen (mit Rippenprofil parallel zum Bord), mit einer Tiefe von mindestens 60 cm, vorzugsweise 90 cm über die gesamte Breite des Gehweges verlegt, au ...

5.5 Bahn-, Straßenbahn- und Bussteige - Bodenindikatoren und Leitelemente im Verkehrsraum

Seite 44 ff., Abschnitt 5.5
5.5.1 Leitstreifen entlang der Bahn-, Straßenbahn- und Bussteigkanten. Auf Bahn-, Straßenbahn- und Bussteigen sind Leitstreifen in einem Abstand von mindestens 60 cm parallel zur Bahn- und Bussteigkante entsprechend den jeweils gültigen Vorschriften ...

5.6 Komplexe Personenverkehrsanlagen - Bodenindikatoren und Leitelemente im Verkehrsraum

Seite 47 ff., Abschnitt 5.6
5.6.1 Allgemeines. In komplexen Personenverkehrsanlagen, z. B. in großen Bahnhofsgebäuden, Flughäfen oder Verteilerebenen, ist die Einrichtung von Leitsystemen erforderlich (5.2.3). Der Beginn des Leitsystems ist in geeigneter Weise z. B. mittels Auf ...

5.7 Niveauwechsel - Bodenindikatoren und Leitelemente im Verkehrsraum

Seite 49 ff., Abschnitt 5.7
5.7.1 Treppen, Einzelstufen und steile Rampen. Aufmerksamkeitsfelder zeigen abwärtsführende Niveauwechsel (Treppen, Einzelstufen und steile Rampen > 6 %) als Hindernisse rechtzeitig an (Bilder 38 und 39). Die Aufmerksamkeitsfelder erstrecken sich übe ...

5.8 Anzeige von Hindernissen und Gefährdungen - Bodenindikatoren und Leitelemente im Verkehrsraum

Seite 54 f., Abschnitt 5.8
5.8.1 Hindernisse. Notwendige Bewegungsflächen dürfen nach DIN 18024-1, 4.1, und DIN 18040-1, 4.5.4, durch Hindernisse nicht eingeschränkt werden. Aufmerksamkeitsfelder müssen vorgesehen werden, wenn Hindernisse oder andere Ausstattungselemente wie ...

5.9 Sonstige Leitelemente - Bodenindikatoren und Leitelemente im Verkehrsraum

Seite 55 ff., Abschnitt 5.9
5.9.1 Allgemeines. Im öffentlichen Raum vorhandene bzw. vorgesehene bauliche und gestalterische Strukturen und Elemente können an Stelle von Bodenindikatoren als „Sonstige Leitelemente“ eingesetzt werden, wenn sie sich visuell ausreichend deutlich v ...

6.1 Allgemeines - Orientierung in Gebäuden

Seite 59, Abschnitt 6.1
Leitung und Orientierung für blinde und sehbehinderte Menschen muss nach DIN 18040-1 in Gebäuden mit Öffentlichkeitscharakter gegeben sein (Verkehrsbauwerke, Behörden, Krankenhäuser, Praxiszentren, Kulturstätten, Hotels u. ä.). Wenn erforderlich, sin ...

6.2 Besonderheiten für taktile Markierungen - Orientierung in Gebäuden

Seite 59 f., Abschnitt 6.2
6.2.1 Allgemeines. Aus architektonischen und gestalterischen Gründen können statt der Bodenindikatoren andere Materialien mit vergleichbar guten taktilen und visuellen Kontrasten eingesetzt werden. 6.2.2 Leitstreifen. Anstelle des Einbaus von Bodenin ...

6.3 Ausstattungsgrad in Abhängigkeit von der Nutzung - Orientierung in Gebäuden

Seite 61 f., Abschnitt 6.3
6.3.1 Allgemeines. Je nach der Notwendigkeit, selbstständig bestimmte Wege in öffentlichen Gebäuden bewältigen zu müssen, der Übersichtlichkeit der Gebäude sowie der Häufigkeit ihrer Benutzung, ergeben sich Unterschiede in den Anforderungen an die Au ...

Stichworte in Zusammenhang mit DIN 32984

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Rüdiger Karl über Baunormenlexikon
"Ich kam zum Baunormenlexikon über einen Erfahrungsaustausch mit einem Kollegen im Ausschuss Barrierefreies Bauen. Dieser hat es mir empfohlen als sehr gutes Arbeitsmittel. Seit einem guten Jahr arbeite ich nun auch mit dem „Architektenpaket des Baunormenlexikons“. Das ist ein sehr umgängliches Werkzeug, zur Arbeit mit und Recherche der aktuellen DIN-Normen." Rüdiger Karl ARCHITEKTURBÜRO R.KARL, Schönewalde/Grassau www.architekt-karl.de
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